Flämische Meister

Allgemein, Kultur, Leuven

Die Parkabtei Leuven – Ein neues Juwel der Sakralkultur

Parkabtei Leuven, © TourismusLeuven, Bert Beckers

Zu Besuch in der Parkabtei Leuven

„(Nicht) von dieser Welt. Bilder von Abgeschiedenheit und Befreiung“ – so lautet der Name der Ausstellung, mit der das neue Museum PARCUM in der Parkabtei Leuven Ende Oktober eröffnet wurde. Nicht von dieser Welt scheint auch der Ort, an dem nun sakrale Schätze aus flämischen Klöstern und Abteien gezeigt werden: Es befindet sich im frisch restaurierten Westflügel der Parkabtei in Leuven, einer der schönsten und am besten erhaltenen Abteien Flanderns.

ParkabteiLeuven, © Isabelle Debruyckere

ParkabteiLeuven, © Isabelle Debruyckere

Wir haben einen Blick in die umfangreich sanierte mittelalterliche Anlage geworfen und sind noch ganz verzückt. Denn hier in der Parkabtei scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Das Kloster wurde seit 1129 ununterbrochen von den Norbertinern, wie die Prämonstratenser in Flandern und den Niederlanden genannt werden, bewohnt. Auch heute lebt hier noch eine kleine Zahl an Klosterbrüdern, die die Tradition des Gemeinschaftslebens und der pastoralen Arbeit fortsetzen. Die Klostergebäude und die Innenausstattung sind seit dem 17. Jahrhundert nahezu unverändert erhalten. Auf dem insgesamt 42 Hektar großen Gelände findet ihr nicht nur eine romanische Klosterkirche, ein monumentales Tor im klassizistischen Stil und einen kleinen Friedhof. Ihr könnt auch durch die großzügige Parkanlage mit ihren Alleen, Fischteichen und Wiesen wandeln. Weiterlesen …

Allgemein, Flämische Meister, Kultur

Von Käfern, Kirchen und Kreuzen – Jan Fabre, der Allroundkünstler aus Antwerpen

© Jan Fabre

Jan Fabre ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler Belgiens. Und wohl eine der innovativsten und bedeutendsten Persönlichkeiten der internationalen zeitgenössischen Kunstszene. Vielleicht habt ihr schon mal etwas von ihm gesehen? Etwa auf einer Biennale in Venedig oder bei der Documenta IX in Kassel, in der Eremitage in St. Petersburg oder bei der gerade eröffneten Kunst-Triennale „Het Vlot“ in Oostende, die er kuratiert? Die Liste seiner Ausstellungen und Inszenierungen ließe sich noch endlos fortsetzen. Fabre ist nicht nur Zeichner und Bildhauer, sondern auch Autor, Dramatiker und Regisseur sowie Choreograph und Bühnenbildner von europäischem Rang. In Sachen Vielseitigkeit übertrifft er damit wohl sogar den anderen berühmten Antwerpener Künstler, Peter Paul Rubens. Würde man auf einer Visitenkarte alle Funktionen Jan Fabres aufzählen, der Platz würde nicht reichen. Ihr kennt den Allroundkünstler aus Antwerpen noch nicht? Dann wollen wir ihn euch hier kurz vorstellen. Weiterlesen …

Antwerpen, Flämische Meister, Kultur

Zum Anbeten schön: Barocke Kirchenkunst in Antwerpen

Deckenmalerei in der Liebfrauenkirche

In Antwerpen kann man als Besucher schon mal in die Knie gehen… Etwa in den monumentalen Kirchen wie der majestätischen Liebfrauenkathedrale, der Sankt Pauluskirche, der Sankt Andreaskirche, der Sankt Carolus Borromäuskirche oder der gerade restaurierten Sankt Jakobskirche. Die sind nämlich einfach zum Anbeten schön! Und das nicht nur wegen der prachtvollen Architektur, sondern auch wegen der bedeutenden Gemälde und Skulpturen, die Künstler von Weltrang hier hinterlassen haben – allen voran die flämischen Meister wie Rubens, Jordaens oder Van Dyck. Kirchen gehörten schließlich zu den wichtigsten Auftraggebern neuer Werke für Rubens und seine Zeitgenossen. Viele davon sind heute noch erhalten und vor Ort zu besichtigen. Macht euch doch mal auf eine Reise ins Barock und folgt den Spuren der großen Künstler! Weiterlesen …

Flämische Meister, Gent, Kultur

Ein Meisterwerk unter der Lupe: der Genter Altar wird restauriert

Restaurierung des Genter Altars, im Museum der Schönen Künste.

Gent hat viele Gesichter – dass die Stadt ein Paradies für Vegetarier ist und man hier spannende Hot Spots der Street Art Szene findet, haben wir euch schon verraten. Darüber hinaus ist die zweitgrößte Stadt Flanderns ein pulsierender Ort der Kunst und Kreativität. Hier haben neben Graffiti-Künstlern auch die Alten Meister ihre Spuren hinterlassen.

Während ihr durch den mittelalterlichen Stadtkern Gents mit seinen romantischen Gassen und malerischen Plätzen schlendert, könnt ihr einzigartigen Kunstschätzen begegnen. Das absolute Highlight: Der Genter Altar.

Der weltberühmte Flügelaltar rund um die Anbetung des Lamm Gottes hat eine wechselvolle Geschichte: Das im Jahr 1432 von den Brüdern van Eyck geschaffene Meisterwerk hat den Bildersturm überlebt, ist unter Napoleon in französische Hände gefallen und wurde im Zweiten Weltkrieg vom nationalsozialistischen Deutschland als Eigentum eingefordert. Heute hängt der fast 4 Meter breite und mehr als 5 Meter hohe Meilenstein der Kunstgeschichte wieder in der St. Bavo Kathedrale. Zumindest ein Teil der 26 Bildtafeln; denn das Meisterwerk wird gerade im Museum für Schöne Künste (MSK) aufwändig restauriert. Die umfangreichen Restaurierungsarbeiten, die noch bis 2019 andauern werden, sind ebenso spannend wie die Geschichte des Altars selbst. Acht Restauratoren arbeiten ganztägig an den Tafeln und haben bereits zahlreiche bislang unbekannte Schichten freigelegt. An jedem letzten Mittwoch des Monats beantworten die Restauratoren im MSK die Fragen der Besucher. Weiterlesen …

Antwerpen, Flämische Meister, Kultur, Städte/Regionen

Startup aus der Renaissance

Plantin Moretus; boekbinden; cartografie; drukken; drukkerij; etsen; expo; museum

Das Museum Plantin Moretus, die älteste Druckerei der Welt, ist nicht nur ein bedeutender Ort der Technikgeschichte, sondern auch ein Muss für Freunde der flämischen Literaturgeschichte. In dem eindrucksvollen Komplex aus dem 16. Jahrhundert mitten im historischen Zentrum von Antwerpen könnt ihr tief in die Geschichte des Buches, der Buchdruckkunst und des Unternehmergeistes der berühmten Verlegerfamilie eintauchen. Christoffel Plantin und sein Schwiegersohn Jan Moretus waren ein ziemlich revolutionäres Duo: als die ersten Drucker auf industriellem Niveau waren sie so etwas wie der Steve Jobs und Mark Zuckerberg der Renaissance. Mit ihren Massenauflagen von Büchern läuteten sie ein neues Zeitalter der Kommunikation ein: Sie waren Vorreiter der Meinungsvielfalt und trugen mit dazu bei, den Zugang zu Wissen verfügbarer zu machen. Was in der heutigen Mediengesellschaft selbstverständlich ist, war damals eine Sensation.

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Flämische Meister, Kultur, Küste, Städte/Regionen

Küste: Kunstbahn

Kustbahn_c Thomas Roth

Kunst ganz schön ab(ge)fahren: Die „Kusttram“ (Küstenbahn) ist nicht nur die längste Straßenbahnlinie der Welt – auf fast 70 Kilometern verbindet sie alle Orte der flämischen Nordseeküste. Sie ist auch das ideale Fortbewegungsmittel für Kunstfreunde. Schließlich könnt ihr mit ihr spannende Kunst-Stationen wie Museen und Skulpturen bequem erreichen. Unser Tipp: In Oostende etwa, wo James Ensor, die originellste Figur der flämischen Malerei des späten 19. Jahrhunderts und wichtiger Vorläufer des Expressionismus, lange Jahre lebte, könnt ihr das Ensor-Haus besuchen und das Mu.Zee, wo zahlreiche seiner Werke hängen. Das moderne Museum hat erst kürzlich einen neuen Flügel mit Werken von Ensor und Léon Spilliaert, einem weiteren Großmeister aus Oostende, eröffnet. Und in Sint Idesbald-Koksijde könnt ihr im Delvaux Museum in die Welt des Surrealisten Paul Delvaux (1897–1994) eintauchen. An der Küste könnt ihr Kunst übrigens auch im Vorbeifahren genießen: Das Festival Beaufort für zeitgenössische Kunst hat im öffentlichen Raum einen permanenten Skulpturenpark an der Küste hinterlassen. In Nieuwpoort-Bad etwa hat sich eine Riesenschildkröte aus Bronze (von Jan Fabre) im Sand niedergelassen und an der Strandpromenade von Middelkerke-Westende könnt ihr den filigranen Bagger sehen, den der belgische Bildhauer Wim Delvoye aus gotischen Architekturelementen gefertigt hat. Eine Übersicht über alle Skulpturen gibt es unter http://www.beeldenpark.be/de

Bild: Thomas Roth, Flickr

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Brüssel, Flämische Meister, Kultur, Städte/Regionen

Zeit für neue Perspektiven – Jungbrunnen für alte Meister

Bruegel in Brüssel.

Manche Dinge hat man schon so oft gesehen, sind einem schon so oft begegnet, dass man die Faszination für ihr Detail fast verliert. Manche Dinge haben wir uns aber auch noch nie genau angeschaut oder sie kommen in einer so neuen Form daher, dass sie uns überraschen, obwohl sie uns schon oft begegnet sind. Vielleicht habt ihr euch die alten Meister schon mal angeschaut, aber so wie in der Ausstellung „Unseen Masterpieces“  habt ihr zum Beispiel Bruegel noch nie gesehen! Weiterlesen …