Mechelen

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Hier gibt’s was auf die Glocken!

Eine Flandern Geschichte über Glocken? Da denken die meisten von euch sicherlich direkt an Weihnachten und „Süßer die Glocken nie klingen …“ Aber – Glocken haben in Flandern das ganze Jahr über Konjunktur, vor allem in Mechelen, der Hauptstadt des Turmglockenspiels. Wie es dazu kam?

Die Mechelner waren und sind bekannt dafür, dass sie immer und überall zu spät kommen. Kein Wunder also, dass es im 18. Jahrhundert am Sankt Romboutsturm die größte Turmuhr der Welt gab – und zwar auf jeder Turmseite eine. Die vier gigantischen Zifferblätter waren sogar noch größer als die des Big Ben in London! Natürlich hatten die Turmuhren keine Minutenzeiger. Die Viertelstunden wurden von den Glocken geschlagen. Und das ist noch heute so, obwohl es die Turmuhren nicht mehr gibt.

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Die ältesten Glocken stammen übrigens aus dem 17. Jahrhundert. 1981 wurde der Turm gründlich restauriert und es wurde ein zweites, modernes Glockenspiel eingebaut. Noch heute finden regelmäßig Glockenspiel-Konzerte statt. Seit 1922 verfügt Mechelen auch über eine eigene Glockenspielschule: Die Koninklijke Beiaardschool (www.beiaardschool.be/), sie ist die die älteste Glockenspielschule der Welt. Musiker aus zahlreichen Ländern kommen heute in die flämische Stadt, um das Turmglockenspiel zu lernen. Und das macht man nicht mal so nebenbei: sechs Jahre lang büffeln die Schüler in Unterrichtsfächern wie Glockenspiel, Harmonielehre oder Chorgesang.

Hört selbst, wie toll es klingen kann:

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Kulinarik, Mechelen

Mmmmmmechelen!!

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Diese Flandern-Geschichte solltet ihr euch auf der Zunge zergehen lassen! Diesmal erzählen wir etwas über den Versuch, den Mond zu löschen, über die Entdeckung des Chicorées und über einen etwas ungewöhnlichen Kuckuck. Also eigentlich sind es gleich drei Geschichten, alle spielen in Mechelen und bei allen geht es um Genuss.

Die erste Geschichte geht zurück auf das Jahr 1687, als ein beschwipster Kneipengänger nachts aus dem Wirtshaus am Grote Markt torkelte und der Turm der St. Romboutskathedrale in Nebel gehüllt war. Da der Angetrunkene dachte, der Turm stünde in Flammen, alarmierte er die ganze Stadt, die sofort mit den Löscharbeiten begann. Doch plötzlich schien der Mond durch den Nebel und die Glut war verschwunden. Die mutigen Mechelner hatten nichts weiter als ein rötlich schimmerndes Nebelglühen gesehen und versucht, den Mond zu löschen! Bis heute tragen die Mechelner deshalb den Spott- und Spitznamen Maneblussers (Mondlöscher). Mechelen-Besucher können sich diese Geschichte übrigens auf der Zunge zergehen lassen: Mit den „Maneblussertjes“, den kleinen Mondlöschern, gibt es knusprige Plätzchen mit Glasur oder gefüllte Pralinen in der Form eines Mondes. Die Traditionsbäckerei Vanderbeek bietet diese Köstlichkeiten in allen Sorten und Größen an.

Vanderbeek Konditorei

Und dann gibt es die Geschichte von dem Gemüse, das eigentlich ein Schattendasein führt: Weiterlesen …