Brüssel, Flämische Meister, Kultur, Städte/Regionen

Zeit für neue Perspektiven – Jungbrunnen für alte Meister

Bruegel in Brüssel.

Manche Dinge hat man schon so oft gesehen, sind einem schon so oft begegnet, dass man die Faszination für ihr Detail fast verliert. Manche Dinge haben wir uns aber auch noch nie genau angeschaut oder sie kommen in einer so neuen Form daher, dass sie uns überraschen, obwohl sie uns schon oft begegnet sind. Vielleicht habt ihr euch die alten Meister schon mal angeschaut, aber so wie in der Ausstellung „Unseen Masterpieces“  habt ihr zum Beispiel Bruegel noch nie gesehen!

Pieter Bruegel, der Ältere († 1569 Brüssel) führte die flämische Landschaftsmalerei des 16. Jahrhunderts auf ihren Höhepunkt und  begründete seinerzeit das niederländische Bauerngenre. Wer jetzt meint, alte Meister  seien antiquiert, der sollte sich in Brüssel eines Besseren belehren lassen. In den Königlichen Museen der Schönen Künste (KMSKB)  ist seit März die virtuelle Ausstellung „Unseen Masterpieces“ zu sehen. Dafür wurden drei Bruegel-Meisterwerke in tausende von Dateien und eine Milliarde Pixel zerlegt. In einer begehbaren Bruegel-Box werden diese nun in 3D präsentiert.  So erwacht etwa das Ölgemälde „Der Sturz der rebellierenden Engel“ mit all seinen Details zum Leben und gibt Blick in die tiefsten Tiefen des frühzeitliches Wimmelbildes.  Die technische Unterstützung bei der ganz neuen Art, alte Meister zu erleben, bekam das Museum vom Google Cultural Institute. Wer die Werke der Flämischen Meister auf herkömmliche Art genießen möchte, hat in dem neu eingerichteten Bruegel-Saal natürlich auch reichlich Gelegenheit. Hier findet ihr auch das Original von „Der Sturz der rebellierenden Engel“.

© D'Haenens

© D’Haenens

Für alle die sich schon mal einen Blick auf die Ausstellung werfen möchten gibt es hier ein Video Google Cultural Institute.

 

Das könnte dir auch gefallen

Keine Kommentare

Antworten