Belgische Schokolade ist mehr als ein Souvenir. Sie ist ein Stück Kulturgeschichte, das bis heute von Handwerk, Experimentierfreude und familiären Traditionen geprägt wird. Auf dieser kulinarischen Reise geht es von Brügge über Antwerpen bis nach Gent – immer auf den Spuren der Kakaobohne.
In Brügge beginnt alles in einer familiengeführten Chocolaterie, in der nicht nur Pralinen hergestellt werden, sondern auch erklärt wird, wie viel Wissen und Geduld in jeder einzelnen steckt. Hier wird schnell klar, warum belgische Schokolade weltweit einen so guten Ruf genießt. Es geht nicht nur um Süße, sondern um Textur, Röstaromen und Balance.
Von dort führt der Weg nach Antwerpen ins Chocolate Nation, das größte Schokoladenmuseum Belgiens. Die Ausstellung zeigt anschaulich, wo Kakao herkommt, wie er verarbeitet wird und warum ausgerechnet Belgien zur Hochburg der Praline wurde. Auch moderne Entwicklungen wie Ruby-Schokolade finden hier ihren Platz.
Den Abschluss bildet Gent, wo ein Patissier und Chocolatier seine persönliche Philosophie von Süßspeisen erklärt. Hier wird Schokolade nicht nur verarbeitet, sondern gedacht – als kreatives Medium, das Tradition und Gegenwart verbindet. Wer danach noch tiefer in die Stadt eintauchen möchte, findet im Beitrag über den Genter Altar einen ganz anderen, aber ebenso eindrucksvollen Zugang zu Gent.
Diese Reise zeigt, dass Kulinarik in Flandern oft der perfekte Einstieg ist, um eine Stadt und ihre Menschen zu verstehen.